Wie soll man etwas bezeichnen, das Menschen auseinander treibt, sie gegeneinander aufhetzt und selbst vor Liebenden nicht halt zu machen scheint:
Religion.
Ein Vorfall in jüngster Zeit macht mich richtig sauer: Zwei Menschen, die sich lieben, können aufgrund ihrer Religion nicht zusammenfinden.
Ein Indiz für Gott? Oder eher für seine Abwesenheit?
Wie kann ein Geschöpf ein Prinzip oder gar ein weißer Bart am Himmel es zulassen, dass seine Botschaft die Menschheit entzweit.
Was sind es für Familien, die in konservativ geschnürten Glaubenskorsetts ihren Kindern die freie Wahl verbauen, ihr Leben zu leben.
„And no religion too“, singt John Lennon, und ich bin gewillt ihm Recht zu geben. Mag sie den Menschen auch Halt geben, so scheint ihr Preis doch ein Großer zu sein: Klassen! Eine gespaltene Gesellschaft, ein Kampf der Konfessionen.
Wenn doch vor Gott alle gleich sind, warum dann auch nicht hier auf Erden?
Wenn selbst die Liebe, als höchstes Gut und höchste Kraft angesichts eines konservativen Gottesglaubens versagt, was kann dann noch helfen?
Wieder einmal sehne ich ein aufklärendes Licht herbei, dass uns vom göttlichen Konkurrenzkampf um die beste und einzig wahre Weltanschauung befreit.
Utopienfreudig schließe ich mich John Lennon an und singe:
You may say that I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will be as one