Heute fand zum vierten Mal der bundesweite Vorlesetag statt, der den jährlichen Höhepunkt der Initiative “Wir lesen vor” bildet. Diese wurde von DIE ZEIT und der Stiftung Lesen ins Leben gerufen.
Unter dem Motto “Das hätten sie wohl nicht gedacht – Lesen an ungewöhnlichen Orten” veranstaltete das Johanneum Gymnasium eine Vorleseaktion in Herborn. In kleinen Gruppen hielten wir von 15.00 bis 16.00 Uhr Lesungen an verschiedenen öffentlichen Orten.
Zusammen mit einem Schulkameraden unterhielt ich die Besucher des Marktcafés mit ausgewählten Texten von Wondratschek, Forte, Heinz Erhardt und anderen Autoren.
War es zu Beginn noch ein wenig schleppend, so fanden wir doch nach und nach mehr Zuhörer und Interessierte.
Es war ein sehr schöner Nachmittag und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Lesen an ungewöhnlichen Orten
Zum Lesen anregen lassen…
… habe ich mich heute von 19:30 bis etwa 21.15 Uhr. Anlass dazu war die Aktion “Was lesen wir in diesem Herbst?” der Ehemaligen und Freunde der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg. Johannes Eckert und Volkmar Nix von der Dillenburger Buchhandlung Rübezahl gaben einen Einblick in (ihrer Meinung nach) wichtige und interessante Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt.
Es wurden sowohl Romane und Erzählungen, als auch Gedichtbände, Sach- und Jugendbücher vorgestellt und sogar für meinen sonderbaren Geschmack waren einige “Leckerbissen” dabei. Kurze Leseproben und Hintergrundinformationen rundeten dann die Buchvorstellungen ab, auch wenn die Zeit knapp war und nicht jedem Buch die ihm zustehende Aufmerksamkeit gewidmet werden konnte.
Besonders interessiert haben mich:
- Andrew Cross – Blut und Lüge:
Laut der Aussage von Herrn Eckert ein “Hardcorethriller” mit viel Blut und Gewalt, also genau das richtige für mich.
- Raymond Qeneau – Stilübungen:
Ein sehr interessantes Buch. Am Anfang steht auf etwa einer halben Seite eine kurze “Geschichte”. Dieser folgen über hundert weitere “Geschichten”, welche dieselbe Handlung, jedoch einen völlig anderen Stil haben. Mal eine Erzählung, mal ein Zeitungsbericht, mal wird eine Person verhört, mal zieht ein Zyniker über die Umgebung her. Sehr ansprechend – und voller Inspiration.
- Alan Weisman – Die Welt ohne uns:
Was wäre, wenn alle Menschen plötzlich von unserer Erde verschwinden? Dieses Sachbuch beschreibt, wie die Natur über Jahre und Jahrhunderte eine unbevölkerte Erde zurückerobert, bis von den Großstädten nichts mehr zu sehen ist. - Boris Akunin – Schöner als der Tod:
Mein absoluter Favorit unter den präsentierten Büchern. Es trägt den leicht makaberen Nebentitel “Friedhofsgeschichten” und schildert, wie der Autor sechs große, bedeutende Friedhöfe auf der gesamten Welt aufsucht und die Geschichten, welche er mit ihnen verbindet.