Meine heutige Internetrecherche inspirierte mich zu folgendem Gedicht. Es ist frisch meiner Feder entsprungen und wird nun erstmal einige Zeit so stehen bleiben, ehe ich mich mit kritischem Blick seiner Überarbeitungen annehme.
Ich hoffe, es gefällt…
Verhüllt in graue Nebelschwaden,
treibt ein Kahn den Fluss entlang.
Um ihn kreisen still die Raben,
lauschen leise dem Gesang.
Blätter rascheln, Winde wehn‘.
Dieser dunkle, schwarze Hain,
hat es wohl schon oft gesehn,
wie er treibt des Nachts allein.
An den Ufern hocken flüsternd
stumm Gestalten dunkler Art.
Gierig nach dem Leben lüsternd
bei des Menschen Todesfahrt.
Der Ferge hebt das Augenlid,
sein Antlitz grau und ungestalt
die Schatten in der Ferne sieht,
wie Schergen einer Urgewalt.
Najadenklänge weichen leise
die Stake findet keinen Grund,
mit den Toten auf der Reise
losgelöst vom Lebensbund.
Die Seel, sie beugt sich aus der Fähr’,
den Mund gefüllt mit hellem Gold,
verlangt der Greise nun nicht mehr,
ein einzig Stück war ihm sein Sold.
Träg’ erreicht der Kahn die Kluft.
Den Weg, den man nur einmal geht,
der toten Leiber ew’ge Gruft,
zugrunde geht was einst gelebt.