Feuertaufe

Ich grüße euch, werte Blogleser,

der April hat begonnen und es scheint sich eine Besserung des bisher so katastrophalen Wetters zu vollziehen. Der Sommer kann kommen. Passend zum nun hoffentlich wärmeren Frühling, - wie gestern versprochen - ein ebenfalls wärmeres Gedicht.


Ein Zündholz fällt aus tauben Händen
Schlägt auf dem trocknen Boden auf
Niemand erahnt den Todeslauf,
Was folgt ist nicht mehr abzuwenden.

Der zornig zischend Zunderberg
Entflammt die Hölzer und die Zweige
Das Wasser - schäumend - geht zur Neige.
Ein höllengleiches Feuerwerk.

Die feurig flinken Finger springen
Rasch über Stroh und dürres Heu
Trennen den Weizen von der Spreu
Und wollen mit den Menschen ringen.

Es ist die Prüfung deiner Kräfte
Sei mutig wenn das Feuer lacht,
Bist du zu schwach für seine Macht,
So kocht es dir die Lebenssäfte.

Veröffentlicht in: on April 1, 2008 at 6:39 Uhr vormittags Kommentare (0)

Ausweg aus dem Nirwana - Versuch einer Reanimation

“…und aus der Stille hebt sich,
von fern ein Klagelaut
durchdringt die Todestätte
bis stumm der Morgen graut…”

Ich grüße euch werte Blogleser,
von manch einem unter euch dazu angehalten, doch bitte neue Werke in diesem Blog zu veröffentlichen, werde ich nun  versuchen, diesem Wunsch nachzugehen.
Ich denke, dass ich in den nächsten Tagen einige Gedichte fertigstelle und, sofern es mir Muse und Zeit erlauben, auch ein weiterer Abgrund erscheinen wird.

Trotz allem bin ich sehr enttäuscht was die bisherige Produktivität des Jahres 2008 anbelangt. Nichts will in irgendeiner Weise ins Fließen kommen, aber das sind Probleme, mit denen man sich nunmal herumzuschlagen hat.

Ich verbleibe mit dem Verprechen, dass der Blog noch nicht ausgestorben ist!

Veröffentlicht in: on März 31, 2008 at 10:55 Uhr vormittags Kommentare (0)

Der Fluss (oder: Gesänge an das Kind I)

Ich grüße euch, werte Blogleser.
Nach langer Zeit des Schulstresses und der Einfallslosigkeit, habe ich heute die Ehre, euch ein neues Werk aus meiner Feder präsentieren zu dürfen. (Auch wenn ich bedaure, dass es nicht an andere Werke von mir heranragt)

Komm nur Kind, sieh in das Wasser,
sieh, was ich dir geben kann.
Schau die Spiele und die Freude,
komm nur rasch zu mir heran.

Komm nur Kind, entweich der Mutter,
du musst nicht mehr einsam sein.
Ich bin immer in der Nähe,
komm und sei für immer mein.

Komm nur Kind, vergiss die Bälger,
mein Wasser ist kühl und klar.
Schleich dich fort von diesen Neidern,
alles was ich sag ist wahr.

Komm nur Kind, verschließ die Augen,
suche nicht vergeben Halt.
Zögre nicht und lass das dich fallen,
füge dich meiner Gewalt.

Sieh nur Kind, du bist des Todes
Reißt die Flut dich mit sich fort,
warst du wohl zu schwach und wehrlos,
doch halt ich nun auch mein Wort.

Veröffentlicht in: on Februar 24, 2008 at 10:23 Uhr vormittags Kommentare (1)

“Tribut des Meeres” in Zeitung abgedruckt

Hallo meine lieben Leser.

heute gibts nach langer Zeit leider nur eine kurze Neuigkeit.
Mein Gedicht “Tribut des Meeres” wurde im “Herborner Tageblatt” abgedruckt und nimmt somit an einer Verlosung teil.
Ich bin gespannt, ob ich etwas gewinne…

Liebe Grüße

Veröffentlicht in: on Dezember 13, 2007 at 1:21 Uhr nachmittags Kommentare (0)

Menschen am Abgrund VI - Kampf

Ich wünsche euch einen guten Abend, meine Leser. Heute gibt es einen neuen Abgrund, der in gewisser Maßen schon ein wenig aktuell ist, wenn man mal öfters in die Zeitung schaut.
Wünsche angenehme Nächte…

Stolz betrachtet er die Wunden an seinen Unterarmen.
Für ihn waren es Abzeichen, fleischliche Orden, welche er sich im Kampf gegen das System, die Allgemeinheit, die Menschen verdient hatte. Sie in seine weiße Haut zu schneiden, war ein Ausdruck seiner unerwarteten Überlegenheit gegenüber dem Rest der kläglichen Welt.
Mochten sie für Außenstehende wie der Ausdruck psychischer Instabilität wirken, so waren sie für ihn ein Zeichen, dass es neben der Ungerechtigkeit seines Lebens auch Zeiten gab, in denen sich Dinge zum Guten neigen konnten.
So ein Moment war nun gekommen.
All die bisherigen Fehler, falschen Freunde und tränenerfüllte Tage hatte er hinter sich gelassen. Der Hass, welchen er auf seine Umwelt empfand, war süß und er genoss einen weiteren Augenblick seiner scheinbaren Omnipotenz.
Sie alle hielten ihn für minderwertig, selbst sein erbärmlicher Vater, der den Kater bereits morgens mit Hochprozentigem bekämpfte.
Er brachte sich eine letzte Wunde bei, bohrte das Küchenmesser tief in sein Fleisch. Mit Tränen in den Augen ließ er das Messer fallen, sein Kopf sackte nach vorn und stieß gegen die Holztür.
“Herein?!” erklang es fragend von der anderen Seite.
Er lachte, griff zitternd nach der Waffe zu seinen Füßen und riss die Tür auf.
Ein letztes Mal sah er das erstaunte Gesicht des Lehrers, die überraschten Mienen seiner Mitschüler. Dann dröhnte der Abzug der Waffe in seinen Ohren, übertönte das Wimmern der Verängstigten.
Und zum ersten und letzten Mal, freute er sich ihre Gesichter zu sehen.

Veröffentlicht in: on November 27, 2007 at 7:41 Uhr nachmittags Kommentare (1)